Mit diesem Beitrag eröffne ich die Reihe über Blogs, die Freude an der Arbeit erkennen lassen.

Wo kommen die berühmtesten Maßschneider der Welt her? Aus der Savile Row in London. In dieser Straße in der City of Westminster finden Sie alles was Rang und Namen hat. Berühmte Kunden wie Winston Churchill und Lord Nelson zeigen, was für eine lange Tradition das Schneiderhandwerk dort hat.

Einer dieser Maßschneider ist Thomas Mahon. Er gibt Ihnen einen Einblick in sein Geschäft. Er tut dies über ein Weblog, welches er im Januar 2005 gestartet hat. Ich selbst bin auf dieses Weblog aufmerksam geworden, weil Robert Scoble in seinem Buch Naked Conversations darüber berichtet.
Thomas Mahon schreibt nicht oft, verglichen mit vielen anderen Business-Bloggern eigentlich eher selten. Aber die Art und Weise wie er schreibt ist absolut faszinierend. Er versteht es, den Leser immer wieder neue Einblicke in die Welt der Maßschneiderei zu geben.

Er erzählt Geschichten von seinen Kunden und von deren Anzügen. Ich hätte nie gedacht, dass ein so trockenes Thema, wie ein Anzug, so spannend dargestellt werden kann. Nehmen Sie als Beispiel seinen aktuellen Beitrag. Er beschreibt darin, wie einem seiner Kunden ein Jacket vom Jack Russel des Kunden zerrissen wurde. Das Jacket hing über einem Stuhl und der Hund hatte es sich geschnappt. Der Kragen und die Vorderpartie waren danach nicht mehr zu gebrauchen. Der Kunde hing aber an diesem guten Stück und fragte Thomas Mahon, ob er nicht aus gleichem Material ein neues Vorderteil an- und einpassen könne.

Bisher hätte ich immer angenommen, jeder „normale“ Mensch würde sein zerrissenes Jackett wegwerfen, zwar zähneknirschend, aber auf jeden Fall weg. Jetzt weiß ich es besser. Es gibt scheinbar tatsächlich so hochwertige Anzüge, dass sich selbst so eine Reparatur lohnt. Auch wenn der Kunde eigentlich genug Geld für ein neues Jackett haben sollte – es handelte sich immerhin um den englischen Trohnfolger, Prinz Charles.

Für mich sind diese Berichte von Thomas Mahon ein sehr schönes Beispiel, wie ein Handwerker (oder Dienstleister) auf seine Leistungen und Produkte aufmerksam machen kann. Wie er auf eine sehr elegante Art und Weise rüberbringen kann, worauf es ankommt, und worauf er selber stolz ist.
Wenn nur ein Funke dieser Leidenschaft auf den Leser überspringt, haben beide gewonnen.

Link zum Weblog von Thomas Mahon: http://www.englishcut.com

[tags]Blogs die Freude an der Arbeit ausstrahlen[/tags]

About the Author Jörg Weisner

  • Hey,

    schönes Thema, mach unbedingt weiter damit!

    Allerdings ist der interne Link auf den Beitrag „Blogs, die Freude…“ nicht gültig.

    LG
    [;-] Nati

  • Persönlich hat mich über die Jahre die Tatsache fasziniert, daß insofern ein Kleidungsstück von einer Person gefertigt wird, es Finesse, Balance und Funktion vereint, man jede Ecke, jedes inneres Detail kennt. Wie man auch immer arbeiten mag, traditionell auf Material, semi – industriell, flach oder dressiert….gibt man alles und das allein dann hebt man eine Seele aus dem Äther. Ein vollkommenes Stück eigener Arbeit.

    Einer der es begriffen zu haben scheint entgegen all den Zuschneidern, Büglern, Schneidern und PR Schneidern die heutzutage auf Ihre Art die Errungenschaften und die Ehre traditioneller Häusern im Industriezeitalter über Wasser halten, ist sicher und vollkommen auf seine Art Gennaro Solito.

    http://www.noveporte.it/portico/solito_im.htm

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